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Schröders Akademie

Akzeptiert werden – so gelingt es

Viele Menschen machen sich Gedanken darüber, wie sie auf andere wirken. Allzu oft führen genau diese Gedanken jedoch dazu, dass wir nicht immer so gut zurechtkommen, wie wir es könnten. Aber wie schaffe ich es tatsächlich, beliebter zu werden? Und wie ist es möglich, von anderen als sympathisch wahrgenommen zu werden?

Negatives Denken belastet neue Beziehungen

Immer, wenn wir neue Leute kennenlernen, gehen wir mit einer gewissen Erwartungshaltung an die Begegnung heran. Insbesondere all jene, deren Naturell eher schüchtern ist, tun sich schwer, mit einem positiven Gefühl auf andere Menschen zuzugehen.

Meist stehen wir uns genau damit jedoch selbst im Weg, denn ein erstes Bild vom jeweils anderen machen wir uns innerhalb von Bruchteilen von Sekunden. Schaut die andere Person eher ernst drein, strahlt sie über das ganze Gesicht oder sieht sie eher mürrisch aus? Versuche daher stets, offen auf andere Menschen zuzugehen. Diese innere Einstellung überträgt sich ganz automatisch auf deinen Gesichtsausdruck, sodass es anderen leichter fällt, dich von Anfang an zu mögen.

Das eigene Verhalten von außen beobachten

Um akzeptiert zu werden, solltest du zunächst herausfinden, wie du auf andere Menschen wirkst. Dies gelingt besonders gut, indem du dich selbst einmal aus der Außenperspektive beobachtest. Stell dich dazu am besten vor einen Spiegel und versuche herauszufinden, ob dein jeweiliger Gesichtsausdruck zu deinen Gefühlen passt.

Denk an dieser Stelle an etwas besonders Schönes und du wirst schnell merken, dass deine Mundwinkel automatisch nach oben wandern.
Leider verhält es sich ebenso, wenn du traurig oder ängstlich bist. Vielleicht erkennst du an dieser Stelle, dass dieser Gesichtsausdruck auch schnell als arrogant oder abweisend missinterpretiert werden kann.

Gehst du also mit diesen negativen Gedanken in eine Begegnung hinein, fällt es jemand anderem schwer, sein Herz für dich zu öffnen.

Das Paradox der selbsterfüllenden Prophezeiung

Um glücklich zu sein, dich mit anderen anzufreunden und gemocht zu werden, braucht es Mut. Je offener du auf andere Menschen zugehst, desto eher erhältst du eine positive Rückmeldung. Selbstverständlich ist nicht jeder von uns gleich kontaktfreudig, sodass es dem einen leichter und dem anderen deutlich schwerer fällt, über seinen Schatten zu springen. Allerdings zeigt uns die Wissenschaft, dass sich diese anfängliche Überwindung lohnt.

Zeige offenes Interesse an deinem Gegenüber, ganz gleich, ob es sich dabei um Kollegen, Schulfreunde oder ein Date handelt. Stelle viele Fragen und erzähle gleichzeitig etwas von dir. Es muss nicht unglaublich persönlich sein, sollte jedoch auch nicht nur Smalltalk sein. Versuche dabei stets zu lächeln. Denk immer daran, dass dein Gegenüber vielleicht auch akzeptiert werden möchte. Um positiv wahrgenommen zu werden, versuche von Beginn an, andere Menschen zu akzeptieren.

Wer freundlich auf andere zugeht, erfährt wesentlich weniger Ablehnung, sodass zukünftige Begegnungen immer leichter werden. Umgekehrt verhält es sich mit einer vermeintlichen Ablehnung. Dies speichert unser Gehirn, sodass es uns immer schwerer fällt, in Zukunft etwas Gutes in unseren Mitmenschen zu entdecken und offen zu bleiben.

Die eigene Persönlichkeit nicht verstecken

Auch wenn es schön ist, akzeptiert zu werden und das Gefühl zu haben, angekommen zu sein, sollte dies niemals auf Kosten der eigenen Persönlichkeit gehen. Ein offenes und freundliches Auftreten wirkt sympathisch und ist in der Lage, das Eis zu brechen. Mach dir allerdings keine Illusionen, dass du jeden von deinen guten Absichten überzeugen kannst. Einige Persönlichkeiten passen einfach nicht zueinander. Über mehr als netten Smalltalk wird es mit diesen Menschen nie hinauskommen.

Versuch in erster Linie, dich selbst zu akzeptieren. Leider hört sich dies so einfach an, ist allerdings in der Realität manchmal ganz schön schwer umzusetzen. Arbeite also daran, stolz auf dich zu sein. So kannst du deine eigene Persönlichkeit verwirklichen und wirst gleichzeitig deutlich leichter von anderen so angenommen, wie du bist.

Die Grenzen der Akzeptanz – nicht jeder muss dich mögen

Bei 25 Mitschülern in der Schule oder 15 Kollegen im Büro wird immer der eine oder andere dabei sein, der dir keine Sympathie entgegenbringt. Mach dir nichts draus, denn höchstwahrscheinlich wird es dir mit dieser Person ähnlich gehen. Insbesondere in der Jugend ist Mobbing ein großes Problem, welches selbst Menschen mit einem starken Charakter belastet. Trotz bestehendem Gruppenzwang, der viele andere mitmachen lässt, gibt es immer Möglichkeiten, neue, nette Menschen kennenzulernen.

Sicherlich wird aus unattraktiven Personen kein Männer- oder Frauenschwarm, allerdings wirkt das Äußere stets nur in Verbindung mit der inneren Haltung. Also arbeite daran, selbstbewusst aufzutreten, dabei jedoch die Grenze zur Arroganz nicht zu überschreiten.

Irgendwann kommt für fast jeden Jugendlichen oder Erwachsenen der Zeitpunkt, dass die eigenen Eltern etwas nicht akzeptieren. Zwar ist die Meinung der eigenen Eltern wichtig, jedoch ist es letztlich dein Leben und du wirst nur dann glücklich, wenn du dir selbst treu bleibst. Versuche also nicht krampfhaft um jeden Preis von anderen akzeptiert zu werden. Setze dir selbst Grenzen und überschreite diese nicht, nur um deinen Mitmenschen zu gefallen.

Dein Körper spricht, auch wenn du es nicht willst

Um bei anderen gut anzukommen und nicht auf Ablehnung zu stoßen, sollte deine Körpersprache stimmen. Verschränkte Arme, ein gesenkter Blick und eine krumme Haltung machen dich langweilig und uninteressant. Warum sollte dein Gegenüber also einen genaueren Blick hinter die Fassade werfen?

Stehst du stattdessen gerade, schaust dem anderen in die Augen und zeigst deine Handinnenflächen, signalisierst du automatisch Freundlichkeit. So ist bereits der erste Schritt auf dem Weg zum akzeptiert werden geschafft, ganz ohne ein einziges Wort zu sprechen.

Kurze Tipps und Tricks für den Alltag, um leichter akzeptiert zu werden

  

  1. Offenheit ebnet den Weg für Freundschaften. 

  2. Was wir fühlen, ist das, was wir nach außen hin zeigen, auch wenn es unbewusst geschieht. 

  3. Vielleicht ist dein Gegenüber ebenso unsicher wie du selbst. Akzeptanz geschieht stets auf beiden Seiten. 

  4. Es wird immer Menschen geben, die uns nicht akzeptieren. Mach dich frei davon und bleib dir selbst und deinen Idealen treu. 

  5. Lächle und achte auf deine Körperhaltung. 

Zur Person

Torsten Schröder ist Moderator (Radio, Messen, Veranstaltungen), Redner und Coach. Sein Expertenwissen in den Bereichen Business, Gesundheit und Sport gibt er in Seminaren, Ausbildungen und Coachings weiter