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Schröders Akademie

Die besten 5 Tipps zum Thema Spontanität in der Moderation

Spontanität und Schlagfertigkeit sind Fähigkeiten, die jeder gute Redner mitbringen sollte. Aber ist spontanes Reagieren erlernbar oder gibt es Menschen, die sich einfach besser als Moderator eignen?

Sicherlich ist eine gewisse Sprachbegabung von Vorteil, um Vorträge lässig und kreativ klingen zu lassen. Um auf der Bühne zu bestehen, ist es jedoch vor allem eine Menge Übung, die den Unterschied macht.

Eine gute Vorbereitung ist Pflicht

Es gibt sehr unterschiedliche Herangehensweisen im Bereich des Moderierens. Manche Referenten sind sehr selbstsicher und davon überzeugt, auch in komplizierten Situationen schon irgendetwas aus dem Hut zaubern zu können. Anderen fällt es deutlich schwerer, auf der Bühne von einem einmal gefassten Konzept abweichen zu müssen.

Egal auf welcher Seite du dich jedoch letztlich siehst, eine gute Vorbereitung hilft dir in beiden Fällen. Dein erstes Moderationskonzept sollte daher sehr umfangreich sein. Wer sein Moderationsthema nicht nur oberflächlich, sondern umfassend versteht, ist deutlich besser in der Lage, sich von kleineren Abweichungen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.

Auch wenn es der Umgebung in diesem Fall so vorkommt, als hättest du ganz spontan reagiert, kannst du genau dies im Rahmen deiner Moderationsplanung üben. Nimmt die Praxiserfahrung mit der Zeit zu, wird es zunehmend leichter, auf überraschende oder störende Faktoren zu reagieren.

Hast du allerdings im Rahmen der Vorbereitung zu einem bestimmten Thema deine Hausaufgaben vernachlässigt, merken deine Zuhörer dies meist sehr schnell, insbesondere wenn es um komplexe Themenfelder geht.

Selbstvertrauen ist der Schlüssel zu spontanem Verhalten

Wer unsicher ist, neigt dazu, sich häufig sehr stark an seinem gefertigten Konzept festzuhalten. Die Moderation lebt jedoch davon, nicht nur stur einen Vortrag herunterzubeten, sondern auf individuelle Situation mit Charme und Witz zu reagieren.

Vielen Menschen bereitet dieser Aspekt besondere Schwierigkeiten, da er im Vorhinein nicht planbar ist. Eine gewisse innere Anspannung und Nervosität ist völlig normal und gehört auch nach vielen Auftritten bei den meisten Moderatoren noch dazu. Versuche, dich selbst von dir zu überzeugen. Teste deine Moderationsfähigkeiten daher möglichst vorab, um so schrittweise eine zu übertriebene Nervosität abzubauen. Mit einem Coaching lassen sich spezifische Probleme noch genauer analysieren und beheben. Zusätzlich helfen vielen Menschen mit Lampenfieber Atemübungen, damit die eigene Anspannung sie nicht völlig durcheinanderbringt.

Technische Pannen – kein Grund, zu verzweifeln

Fällt das Mikro aus oder die PowerPoint-Präsentation lässt sich nicht mehr anzeigen, kommt jede Veranstaltung ins Stocken. An dieser Stelle musst du nichts beschönigen. Allerdings ist eine gewisse Kommunikation mit dem Publikum unerlässlich, um das Interesse für deinen Beitrag nicht zu verlieren.

Rede darüber, was du tust, auch wenn es ein Neustart des Laptops ist. Im Bereich Technik lassen sich problemlos ein paar Ideen zur Zeitüberbrückung finden. Es dauert so lange, wie es eben dauert, ein Problem zu beheben. Da du an dieser Stelle kaum etwas tun kannst, um schneller weiterzumachen, lautet die Devise, ruhig und gelassen zu bleiben.

So gut wie jeder Moderator, der bereits mehrere Seminare hinter sich gebracht hat, hatte bereits mit der einen oder anderen technischen Störung zu kämpfen. Vielleicht bietet dir die nächste technische Panne eine Möglichkeit, eine im Nachhinein lustige Anekdote zum letzten Problem zum Besten zu geben. Humor ist besonders an kritischen Stellen stets ein guter Ratgeber, um nicht in Panik zu geraten und deine Zuhörer bei der Stange zu halten.

Keine Perfektion erwarten

Die perfekte Rede gibt es nicht. Erwarte also nicht, dass alles komplett glatt läuft und die geplante Moderation ohne Störungen, Zwischenfälle sowie den einen oder anderen Aussetzer auskommt. Viel wichtiger als Perfektion ist deine Ausstrahlung. Eigne dir eine gewisse Gelassenheit an, um auch in schwierigen Momenten professionell und souverän mit der Situation umgehen zu können.

Dies gelingt dir sowohl durch eine umfassende Vorbereitung als auch durch stetige Wiederholung. Originelle Redner und clevere Moderatoren arbeiten stetig an sich, um besser zu werden. Nutze daher jede sich bietende Gelegenheit, um spontan einige Worte zu sagen. Dies kann in kleinem geschützten Rahmen innerhalb des Familien- oder Freundeskreises geschehen, aber auch bei Firmenmeetings, Betriebsfeiern oder Hochzeiten.

Anmerkungen und Fragen nutzen

Je nach Vortrag oder Moderationsthema kommt es an der einen oder anderen Stelle zu Fragen oder Hinweisen. Gehe nicht negativ damit um, sondern nutze diese als Chance, um ehrliches Interesse zu zeigen oder aber deine Moderation zu erweitern. Hör also genau zu und frage nach, wenn etwas an der Bemerkung eines Zuhörer unklar ist. Es wirkt auf das übrige Publikum sehr viel selbstbewusster und kreativer, wenn du Fragen und ggf. kritischen Anmerkungen offen gegenüberstehst.

Mit etwas Medientraining geht dir Frage, warum jemandem etwas nicht gefallen hat und was er stattdessen anders gemacht hätte, sehr viel leichter über die Lippen. Durch gezielte Nachfragen lassen sich allerdings auch unliebsame Störenfriede schnell zum Schweigen bringen, denn eine clevere Alternativlösung hat kaum jemand einfach so parat.

Die Tipps im Schnelldurchlauf – so klappt es mit der Spontanität in der Moderation

  1. Bereite dich gut vor, damit dich Abweichungen von deinem Plan nicht so schnell aus dem Konzept bringen.

  2. Tritt selbstbewusst auf. Kleine Fehler und Schwächen verzeiht das Publikum einem sicher auftretenden Moderator deutlicher leichter.

  3. Lass dich nicht aus der Ruhe bringen.

  4. Erwarte keine perfekte Moderation. Nutze stattdessen Fehler, um authentisch wahrgenommen zu werden.

  5. Zweifele nicht an dir und bleibe offen für Fragen und Kritik. Auf diese Weise präsentierst du dich deinem Publikum selbstbewusst und zugleich menschlich.

  

Zur Person

Torsten Schröder ist Moderator (Radio, Messen, Veranstaltungen), Redner und Coach. Sein Expertenwissen in den Bereichen Business, Gesundheit und Sport gibt er in Seminaren, Ausbildungen und Coachings weiter