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Schröders Akademie

Nur wer ein Ass im Ärmel hat, kann es auch rausholen: Die versteckte Vorbereitung eines guten Moderators!

Um als erfolgreicher Moderator durchzustarten, bedarf es einer gelungenen Vorbereitung. Spontanes Handeln und scheinbar intuitives Verhalten lassen sich mit gezielten Übungen verbessern.

Aber wie sieht sie denn nun aus, die gelungene Vorbereitung auf ein anstehendes Event? Was muss ich beachten und welche Rolle spielt das jeweilige Publikum?

Informationen sammeln – der erste Schritt der Vorbereitung

Steht ein neuer Moderationsauftrag an, gilt es, den Inhalt der Moderation mit dem Auftraggeber abzusprechen und möglichst viel über die jeweilige Zielgruppe herauszufinden. Selbst exzellente Moderationsfähigkeiten helfen dir nicht, wenn du dein Publikum im Rahmen des Vortrags verlierst.

Macht dich also schlau, um später die richtigen Weichen in deinem Moderationskonzept stellen zu können.

Folgende Fragen sollst du vorab klären:

- Wie groß ist die Gruppe?
- Welche Teilnehmer hat das Seminar (freiwillig, geschäftlich)?
- Wie ist die Atmosphäre? (locker, formell)?
- Gibt es Kenntnisse des Publikums, auf denen ich aufbauen kann?
- Sollen bestimmte Themen vermieden werden?
- Wie sieht die technische Ausstattung aus? (Mikrofon, Beamer, Moderationswände)
- Muss ich etwas mitbringen?
- Ist die Sitzordnung variabel, kann ich etwas ändern?

Sind die Vorabfragen geklärt, kann die inhaltliche Vorbereitung beginnen.

Der Einstieg ist die halbe Miete

Nimm dir Zeit, um einen guten Einstieg in deine Moderation zu finden. Stell dich allen Beteiligten vor, selbst wenn dich die meisten bereits kennen. Es schafft Vertrauen, kurz ein paar persönliche Worte über dich zu verlieren.

So lockerst du die Atmosphäre für dich selbst und deine Zuhörer. In der Arbeitswelt muss beim Moderieren nicht immer ein Witz am Anfang stehen, etwas Humor schadet jedoch selten, um den Einstieg des Workshops, der Schulung oder der Präsentation zu erleichtern. Im geschäftlichen Bereich solltest du am Anfang kurz erklären, was du planst und welche Ziele du heute erreichen möchtest.

Mit der richtigen Stimmung in die Moderation starten

Manche Moderatoren sind anfangs sehr aufgeregt. Wer ein Event moderiert, muss die Situation allerdings beherrschen. Um entspannt auf die Bühne zu gehen und nicht vor lauter Lampenfieber die ersten Sätze zu vergessen, gewöhne dir ein festes Ritual an. Manchen erfahrenen Moderatoren hilft es, am Morgen vor dem Event eine Runde joggen zu gehen, sich an der Squashwand auszupowern oder beim Tanzen abzuschalten. Andere setzen stattdessen auf gezielte Entspannung in Form von Meditation oder einem guten Buch.

Besonders entscheidend sind jedoch nicht nur die letzten Tage, sondern vor allem die letzten Minuten vor deinem Auftritt. Übe ein paar Atemtechniken, höre deinen Lieblingssong oder konzentriere dich ganz bewusst auf den Duft eines mit positiven Erinnerungen verknüpften
Parfums.

Sammle dich und starte in die Moderation. Je besser du vorbereitet bist, desto weniger Aufregung wirst du spüren.

Themen umfassend vorbereiten

Es gibt kaum etwas Unangenehmeres als eine wenig ausgearbeitete Moderation sowie einen Moderator, der sich durch ein oder zwei Fragen direkt in die Ecke gedrängt fühlt. Damit du dieses Schicksal nicht teilst, solltest du dich nicht nur sehr genau mit dem Thema der Veranstaltung auseinandersetzen, sondern etwas über den Tellerrand hinausschauen.

Konzepte, die dir an der einen oder anderen Stelle mehrere Abzweigungen erlauben, ohne den roten Faden zu verlieren, eignen sich exzellent für die Moderation. Je breiter gefächert dein Wissen ist, desto leichter fällt es dir, auch auf Fragen des Publikums einzugehen und es nicht gleich an den Rest der Gruppe weitergeben zu müssen. Vielleicht benötigen deine Zuhörer auch ein paar Hintergrundinformationen, um dir überhaupt folgen zu können.

Überlege dir ganz bewusst, an welchen Stellen deines Programms sich Fragen ergeben könnten. Sollst du eines deiner ersten Seminare leiten, hilft dir der Vortrag vor einem Partner oder Freund.

So stellst du sicher, dass deine Ideen auch genauso beim Publikum ankommen, wie du es
dir vorstellst.

Springen lernen, ohne den roten Faden zu verlieren

Manchmal ist es erforderlich, innerhalb der Moderation von einem zum nächsten Thema zu wechseln. Zugegeben, dieser Punkt erfordert etwas Übung, insbesondere, wenn du anschließend wieder zum eigentlichen Kern deines Vortrags zurückkehren möchtest.

Besonders gut helfen dir hier verschiedene Moderationskarten, die dir das Leben bei längeren Veranstaltungen leichter machen.

Ähnlich gut funktioniert die Arbeit mit einer Pinnwand oder einer Moderationstafel, an welcher du dich entlanghangeln kannst, wenn es einmal etwas komplizierter wird. Ebenfalls exzellent eignen sich Wolken- oder Kreisdiagramme, die allen Beteiligten den groben Überblick
erklären.

Bist du als Moderator eines komplexen Themas vorgesehen, sind zwei unterschiedliche Tafeln hilfreich, eine für den groben Überblick und die andere für den derzeitigen Themenschwerpunkt.

Selbstdisziplin führt zum Erfolg

Sicherlich ist es manchmal leichter, eine gestellte Aufgabe abzulehnen oder schwierige Probleme nicht anzusprechen. Letztlich schadest du dir und deiner Karriere damit jedoch nur selbst. Wenn du direkt mutig und entschlossen an eine neue Aufgabe herangehst, bekommst du die Möglichkeit, dich zu beweisen und dir Anerkennung zu verschaffen.

Auch wenn es kurzfristig etwas anstrengender und mit mehr Arbeit verbunden sein mag, bringen dich genau diese Dinge weiter.

Pass allerdings gut auf, dass die zusätzliche Leistung im Nachhinein entsprechend belohnt wird. Wenn du jeden Tag auf der Arbeit als erster kommst und als letzter gehst, freut sich dein Chef sicherlich, auf der Karriereleiter bringt dich dies allerdings nicht weiter, sofern er deinen Wert für das Unternehmen nicht erkennt.

Mach dich also auch einmal rar und demonstriere dadurch, dass es ohne dich nicht so glatt läuft.

Das Publikum motivieren, sich einzubringen

Nicht jede Moderation ist gleich. Allerdings steht und fällt die Veranstaltung mit einem guten Moderator. Sollst du beispielsweise einen Workshop oder ein Teammeeting moderieren, ist die Mitarbeit der anderen ein wichtiger Bestandteil deiner Aufgabe.

Versuche also, deine Zuhörer direkt anzusprechen, um eine sinnvolle und produktive Zusammenarbeit zu erreichen.

Kommuniziere klar und deutlich, was du erwartest und wie du dir den weiteren Verlauf der Veranstaltung vorstellst.

Privates Coaching, um die individuellen Schwachpunkte zu erkennen

Jeder angehende oder bereits einigermaßen versierte Moderator kann an der einen oder anderen Stelle etwas Hilfe von außen gebrauchen. Wenn du Hilfe bei der Umsetzung benötigst oder nicht genau weißt, warum es an manchen Stellen immer wieder zu Schwierigkeiten kommt, kann dir ein privates Coaching weiterhelfen.

So stehen deine ganz persönlichen Fähigkeiten im Zentrum und du bist in der Lage, dich sehr viel schneller zu verbessern.

Die wichtigsten Tipps der Vorbereitung eines guten Moderators noch einmal kurz zusammengefasst:

  1. Fragen stellen! Je mehr du über dein Publikum weißt, desto gezielter kannst du dich vorbereiten.

  2. Bereite dich umfassend vor und setze an der einen oder anderen Stelle auf Detailwissen.

  3. Nimm dir viel Zeit, um einen charmanten Einstieg in die Moderation zu finden.

  4. Überlege dir eine Struktur, sodass du nicht so leicht aus dem Konzept kommst.

  5. Bleib offen und verlange keine Perfektion von dir.

  6. Starte entspannt und selbstsicher in die Moderation. Nimm dir kurz vor dem Beginn einen Moment nur für dich.

Zur Person

Torsten Schröder ist Moderator (Radio, Messen, Veranstaltungen), Redner und Coach. Sein Expertenwissen in den Bereichen Business, Gesundheit und Sport gibt er in Seminaren, Ausbildungen und Coachings weiter